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XBOX LIVE UND DATENSCHUTZ
 

Ende 2005 erschien weltweit die neue Spielekonsole Xbox 360 von Microsoft. Damit einher ging der Start einer überarbeiteten Version von Xbox Live, der Onlinewelt der Xbox. Nach der Philosophie von Microsoft handelt es sich hierbei um eine zentrale Funktion des zukünftigen Videospielens. Neben dem Vermitteln von Spielpartnern wurde außer einem Reputationssystem auch eine Aktivitätsanzeige integriert. Diese ermöglicht es Freunden und ehemaligen Spielpartnern, stets im Bilde darüber zu sein, was gespielt wird und wie weit die anderen gerade bei einzelnen Spielen sind. Wer gerade online ist, übermittelt nach Meldungen aus den USA (siehe auch http://gaming.hexus.net/content/item.php?item=4040 und andere Ansicht: http://greggman.com/edit/editheadlines/2005-12-07.htm) auch Informationen darüber, was er gerade sonst so mit der Konsole anstellt, wie etwa einen Film schauen, Musik hören oder im Xbox Live eigenen Shop einkaufen.

Diese Übermittlung kann man zwar bei den Profileinstellungen abschalten. Nach besagten Meldungen jedoch ist die Standardeinstellung die Übermittlung und muss extra ausgeschaltet werden. Zwar kann nicht jeder in die Daten dann Einsicht nehmen, wer jedoch schonmal mit der entsprechenden Person eine Partie gespielt hat, kann bei entsprechender Einstellung des Profils auch weitere Daten abrufen.

Inwieweit dieses auch für europäische Xbox Live Kunden so eingestellt sein wird, bleibt mit Blick auf die Europäische Datenschutzrichtlinie abzuwarten. Zumindest sollte der Kunde wissen, was er jeweils wem über sein Nutzungsverhalten bekannt gibt und dann selber entscheiden, ob er damit einverstanden ist.